Trocknung von Teakholz

Trocknung von Teakholz

Nach der Holzauswahl werden die geschnittenen Latten, Bretter, Kanthölzer und Pfosten entweder natürlich getrocknet oder in Trockenkammern künstlich auf ein Feuchtigkeitsniveau gebracht, welches für unser Klima ideal ist. Dies ist oft notwendig, da der natürliche Trocknungsprozess des Holzes lange dauert und oftmals die Zeit nicht ausreichend vorhanden ist. Bei Verarbeitung von nicht ausreichend getrocknetem Holz ist es unvermeidlich, dass die Möbel unter Einwirkung von Klimaextremen (zB trockene Winter- kälte) stark nachtrocknen. Ein Aufplatzen, Reißen, das Aufklaffen von Sprüngen sowie ein Verziehen von einzelnen Möbelteilen ist die Folge, was optisch hässlich ist und gemeinhin als das sogenannte "Arbeiten des Holzes" bekannt ist. Ganz ausschließen kann man solche Phänomene jedoch auch bei richtiger Verarbeitung nie, man darf bei aller Fokussierung auf höchste Qualität nicht vergessen, dass es sich bei Holz um einen natürlichen und organischen Werk- stoff handelt, welcher auch einer gewissen natürlichen Fehlerquelle unterliegt. Deshalb sind solche Beeinträchtigungen, sofern Sie den Gebrauch der Möbel in keiner Weise beeinträchtigen und die Lebensdauer nicht verkürzen kein Reklamationsgrund.

Genau so schlecht wie zu geringe Trocknung wäre es, Außenbe- reichsmöbel zu stark zu trocknen, da diese umgekehrt in Zeiten hoher Luftfeuchtigkeit auch wieder Quellen würden. Rissbildung wäre zwar noch geringer, aber das Quellen würde den Verbindungen auch schaden.

Das Optimum ist, wenn die Möbel auf ein Maß getrocknet werden, dass sowohl das Quellen als auch das Schwinden auf ein Minimum reduziert werden. Das kann nur dadurch erreicht werden, wenn der maximale Quell- und Schwindbereich in etwa die gleiche Bandbreite haben, d.h. der Feuchtigkeitsgehalt des Holzes sollte bei der Verarbeitung in etwa den Mittelwert dieser beiden Extremwerte darstellen. 
Von Trocknungsschäden unterschieden werden müssen die soge- nannten Windrisse, welche ganz normal sind: das Entstehen von feinen Rissen an der "Hirnseite" des Holzes (Schnittfläche quer zur Maserung) bei sehr trockener Umgebungsluft, welche sich unter Einwirkung von Feuchtigkeit wieder schließen. Da die Feuchtig- keitsschwankungen in unserem Klima viel stärker ausfallen als in der natürlichen Umgebung von Teakholz (im tropischen Klima) kann dies als natürliche Reaktion des Holzes auf die ungewohnte Umge- bung oder als "Atmen des Holzes" bezeichnet werden.